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Die Patientenverfügung – ein wichtiges Dokument

Neben der Vorsorgevollmacht stellt die Patientenverfügung ein wichtiges Mittel dar, um sich im Falle von mangelnder Entscheidungsfähigkeit trotzdem äußern zu können. Im Klinikalltag setzt sie die Richtung einer Therapie und die Art der Therapie fest.

Warum ist die Vorsorge wichtig?

Im plötzlichen Falle, dass ein Patient nicht zu eigenen Entscheidungen fähig ist, entscheidet der Arzt darüber, welche Behandlungen und medizinischen Maßnahmen durchgeführt werden. Durch das medizinische Fachwissen des Arztes ist dies natürlich auf einer Seite notwendig.
Trotzdem müssen auch Patienten oder deren Angehörige oft Entscheidungen selbst treffen. Gerade dann, wenn es um die Weiterführung einer Therapie, lebenserhaltende Maßnahmen oder die Reanimation geht, kann diese Frage auf die Familie oder die betroffene Person zurückfallen.
Entscheidet seitens der Angehörigen niemand über die Art und den Umfang der medizinischen Behandlung oder gibt es keine Angehörigen, die dafür zuständig sind, muss der Arzt den vollen Therapieumfang erfüllen.
Dabei führt dieser Ansatz natürlich nicht immer zu einem Erfolg. Zudem sind vielen Menschen im Voraus die Folgen und Konsequenzen einer langwierigen, intensiven Behandlung nicht klar.

Was regelt die Patientenverfügung?

Im Zuge der Patientenverfügung kann sich jeder beraten lassen, um die Folgen medizinischer Therapieformen nachzuvollziehen. Vor allem geht es aber darum, einige wichtige Fragen bereits im neutralen Zustand ohne Einfluss großer Emotionen zu klären – beispielsweise, ob man eine Therapie weiterführen möchte, wenn man im Anschluss voll pflegebedürftig ist oder große Schmerzen hat.
Auch für junge Personen ist eine Patientenverfügung ratsam. Viele Patienten weisen massive psychische Schäden und Depressionen auf, die unter plötzlichem Verlust der Selbstständigkeit noch jahrelang leiden müssen.
Zudem ist in einem solchen Fall die Entscheidung für einen Angehörigen enorm schwierig. Denn muss über die Lebenserhaltung entschieden werden, treten existenzielle Fragen auf, die bei der letztendlich entscheidenden Person auf lange Sicht ebenfalls zu schweren Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen führen können.

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